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Was wissen Sie über Ihre Großeltern?

In den meisten Fällen wird es vielleicht noch einige Fotos geben und möglicherweise weiß man, welchen Beruf der Opa hatte, und wie viele Kinder im Haus waren. Doch wie haben sie gelebt? Welcher Motor trieb sie, welche Freuden und Leiden hatten sie zu bewältigen? Gab es Krankheiten? Todesfälle? Wohin sind die Tanten, Cousinen, Vettern verschwunden? Finden sich Parallelen, Ähnlichkeiten, Talente zum eigenen Leben?

 

"Ewiges Leben"

werden wir vermutlich nie erlangen. Doch als Mensch lebendig im Bewusstsein vieler Generationen zu bleiben, das können wir mit einer Biografie in Text und Bild erreichen.

Werden Menschen älter, dann entwickelt sich ein Bewusstsein dafür, dass Freunde und Verwandte sterben und damit der Kreis derjenigen, mit denen man seine Lebenserinnerungen teilen kann, immer kleiner wird.  Mein Großvater, der 96 Jahre alt geworden ist, hat mir das früh vor Augen geführt. Er ging zeit seines Lebens jeden Sonntag zum Skatstammtisch. Eines Tages blieb er zu Hause. "Willst du heute gar nicht zum Stammtisch?", fragte meine Mutter ihn verwundert. Er sah sie an: "Was soll ich da? Ist doch keiner mehr da, mit dem ich spielen könnte ..."

Eine schmerzliche Erfahrung, der man ein Stück weit ausweichen kann, indem man seine Lebenserinnerungen für die Kinder und Enkel detailliert aufschreibt.

Seine eigene Lebensgeschichte verfassen, das ist viel mehr, als ein wehmütiger Rückblick im fortgeschrittenen Alter. Es ist Aufarbeitung für sich selbst und es ist ein Geschenk an die Familie, das Kindern und Enkeln viele Fragen beantworten kann, die sie sich früher oder später unweigerlich stellen werden. Woher stamme ich, wo sind die Eltern groß geworden, was haben sie erlebt und wie sind sie mit ihren Problemen, ihrem Schicksal umgegangen? Welche Lösungen hatten sie für schwierige Lebensphasen, worüber haben sie gelacht und geweint?

"Wie war das eigentlich damals?"

Die Zeit der wichtigen Fragen kommt oft bei Kindern und Enkelkindern, wenn die Eltern nicht mehr leben und die Fragen unbeantwortet bleiben. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wertvoll in dem Augenblick eine dokumentierte Lebensgeschichte der Eltern ist. Immer wieder kann man darin lesen, staunen, verstehen und begreifen. Die schönen alten Fotos sind Zeitdokumente von unschätzbarem Wert. 

Jedes Leben ist einmalig und jedes Leben hat einen anderen roten Faden, von dem es durchzogen ist. Auch die vielen scheinbar kleinen Ereignisse, wie Schuleintritt, Kindheitserlebnisse, alte Freundschaften, berufliche Laufbahn, die Liebe, die Kinder ... all diese Stationen verlaufen bei Menschen unterschiedlich. Und genauso unterschiedlich werden Situationen wahrgenommen. In einer Biografie haben Sie die Möglichkeit ihre Sicht aufs Leben darzustellen. Von Ihnen bleibt mehr als ein Foto in einer Schublade, von Ihnen bleibt eine einzigartige Persönlichkeit, die ihre Nachkommen begleiten kann.

Werte erhalten, Traditionen bewahren

Die eigenen Werte vermitteln und erhalten und auch weiterhin mit seinen Erfahrungen das Leben der Kinder und Enkelkinder bereichern zu können, das ist ein Grund, weshalb Menschen ihre Lebensgeschichte aufschreiben.

Halten Sie mit Ihrer ganz persönlichen Biografie Familientraditionen lebendig oder machen Sie den Werdegang der eigenen Firma mit allen Höhen und Tiefen für Kinder und Enkel nacherlebbar. Nicht zuletzt für sich selbst ist eine Biografie ein einmaliges Dokument des eigenen Wirkens und Schaffens, und eine bereichernde Komponente, die als Familienerbstück noch viele Generationen begleiten kann.